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Immobilien auf den Pixel gebracht

Immobilienmarketing nur mit Architekturplänen ist nicht mehr zeitgemäss. Wirkungsvolle Präsentationen von Bauprojekten beinhalten heute neben fotorealistischen Visualisierungen von Aussenansichten und Innenräumen auch virtuelle Wohnungsbesichtigungen (Augmented Reality) oder dreidimensional aufziehbare Grundrisse. Die Verwendung dieser visuellen Kommunikationformen ist sowohl in der Planungs- als auch in der Vermarktungsphase unabdingbar geworden. Die Bildsprache ist ein entscheidender Faktor für die Identität eines Immobilienprojekts.

Grundsätzlich gilt: Je intensiver wir ein Erlebnis wahrnehmen, desto länger und lebhafter erinnern wir uns daran. Bilder und Videos stützen diesen Prozess ganz besonders, da gerade Bauprojekte ein hohes Mass an Vorstellungskraft verlangen. Professionelle Visualisierungen und 3D-Animationen machen ungebaute Wohnungen, nicht vermietete Büroräumlichkeiten oder ganze Arealüberbauungen virtuell erlebbar. Sie unterstützen das Immobilienprojekt bereits in der Planungsphase und insbesondere während der Vermarktungsphase.

Printerzeugnisse wie die Dokumentation oder das Grundrissheft gewinnen mit Augmented Reality an Attraktivität, indem sie via Mobile Device (Smartphone, Tablet) mit Videos, Info-Einblendungen oder dreidimensionalen Darstellungen aufgeladen werden. Spezielle Apps ermöglichen zeit- und ortsunabhängige Besichtigungen. High-End-Inszenierungen und 360°-Ansichten rücken die Immobilie aussen wie innen ins beste Licht und verleihen Interessenten ein wirklichkeitsnahes Raumgefühl. Ausserdem präsentieren sie überzeugend verschiedene Farbkonzepte, Materialien und Raumeinteilungen.

Ein besonderes Augenmerk sollte bei Visualisierungen der Inneneinrichtung gelten. Ein entsprechendes Konzept auszuarbeiten, erfordert viel Feingefühl. Es muss dem Anspruch standhalten, die Vermarktung zu vereinfachen, und den Geschmack der anvisierten Zielgruppe treffen. Eine gelungene Inneneinrichtung belebt das Immobilienprojekt mit einem unverwechselbaren Charakter und hebt es von Konkurrenzprojekten ab. Meist wird dieses Potenzial nicht erkannt. In der Folge sind visualisierte Innenräume oft mit denselben unverfänglichen Designermöbeln eingerichtet. Zielführend ist deshalb eine möglichst frühe Zusammenarbeit zwischen Visualisierern, Architekten und der Kommunikationsagentur.

Die Möglichkeiten der visuellen Kommunikation haben sich nicht nur erweitert, sondern auch technologisch verbessert. Gerade für die Immobilienbranche tut sich eine riesige Chance auf. Jetzt muss sie nur noch erkannt und gewinnbringend genutzt werden.

* Denise Nick ist Mitinhaberin und Geschäftsführerin von Partner & Partner und leitet das Unit Immobilien Marketing-Kommunikation. Ihre Agentur ist seit über 10 Jahren für verschiedenste Immobilienentwickler und Vermarkter in der ganzen Schweiz tätig.

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